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Ev.-Luth Kirchgemeinden Hartenstein und Thierfeld

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Hartenstein, 27.05.20

Wochenbrief 12

 zum Pfingsfest 2020

 

Liebe Leserin, lieber Leser, liebe Schwestern und Brüder,

obwohl seit 10. Mai wieder Gottesdienste in unseren Kirchen stattfinden, allerdings mit den Corona-Abstands-Auflagen, grüße ich Sie auch zum Pfingstfest wieder mit einem Wochenbrief. Ich bin sehr dankbar für die Austräger, die ihn so treu zu Ihnen bringen.

Auf Besuche verzichte ich bisher noch von meiner Seite aus. Wenn sie aber gewünscht werden, bin ich gern bereit dazu. Seelsorge-Besuche waren und sind erlaubt. Bitte geben Sie mir bei Bedarf gern Bescheid.

Die Pfingstgeschichte in der Bibel finden wir in der Apostelgeschichte 2,1-21:

1 Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle beieinander an einem Ort.

2 Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Sturm und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. 3 Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt und wie von Feuer, und setzten sich auf einen jeden von ihnen, 4 und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen zu reden eingab.

5 Es wohnten aber in Jerusalem Juden, die waren gottesfürchtige Männer aus allen Völkern unter dem Himmel. 6 Als nun dieses Brausen geschah, kam die Menge zusammen und wurde verstört, denn ein jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden. 7 Sie entsetzten sich aber, verwunderten sich und sprachen: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, Galiläer? 8 Wie hören wir sie denn ein jeder in seiner Muttersprache? 9 Parther und Meder und Elamiter und die da wohnen in Mesopotamien, Judäa und Kappadozien, Pontus und der Provinz Asia, 10 Phrygien und Pamphylien, Ägypten und der Gegend von Kyrene in Libyen und Römer, die bei uns wohnen, 11 Juden und Proselyten, Kreter und Araber: Wir hören sie in unsern Sprachen die großen Taten Gottes verkünden. 12 Sie entsetzten sich aber alle und waren ratlos und sprachen einer zu dem andern: Was will das werden? 13 Andere aber hatten ihren Spott und sprachen: Sie sind voll süßen Weins.
14 Da trat Petrus auf mit den Elf, erhob seine Stimme und redete zu ihnen: Ihr Juden, und alle, die ihr in Jerusalem wohnt, das sei euch kundgetan, vernehmt meine Worte! 15 Denn diese sind nicht betrunken, wie ihr meint, ist es doch erst die dritte Stunde des Tages; 16 sondern das ist's, was durch den Propheten Joel gesagt worden ist (Joel 3,1-5): 17 »Und es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da will ich ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter sollen weissagen, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen, und eure Alten sollen Träume haben; 18 und auf meine Knechte und auf meine Mägde will ich in jenen Tagen von meinem Geist ausgießen, und sie sollen weissagen. 19 Und ich will Wunder tun oben am Himmel und Zeichen unten auf Erden, Blut und Feuer und Rauchdampf; 20 die Sonne soll in Finsternis verwandelt werden und der Mond in Blut, ehe der große und herrliche Tag des Herrn kommt. 21 Und es soll geschehen: Wer den Namen des Herrn anrufen wird, der soll gerettet werden.«

Warum hat Gott nicht einfach die Jesus-Leute gelassen, wie sie waren? Sie haben Jesus verehrt und ihn als den Auferstandenen erlebt, und sie trafen sich und hatten Gemeinschaft miteinander. Warum hat Gott da eingegriffen? War die Verehrung von Jesus und die Gemeinschaft denn nicht genug?

Nein, für Gott nicht.

Wir lernen hier, was dem lebendigen Gott wichtig ist, für seine Gemeinde.

  1. Die persönliche Gottesbegegnung.

Gott offenbarte sich ganz anders und doch ähnlich den Jesus-Leuten, wie im AT seinem Volk Israel auf dem Berg Sinai 2 Mose 19,16-19 : in einem Brausen wie von einem gewaltigen Wind und im Feuer, hier aber nur einzelne Flammen auf jeden der Anwesenden. Dabei waren nicht nur die Jünger da, sondern auch andere, die mit Jesus unterwegs gewesen waren. Sie alle erfahren eine direkte Gottesbegegnung.

Auch wir dürfen von Gott eine persönliche Gottesbegegnung erwarten. Sie geschieht aber auf Gottes Weise, und so, wie Gott es für uns als passend erachtet. Z.B. eine Gebetserhörung oder ein anderes Ereignis, das wir unzweifelhaft mit Gott verbinden.

  1. Gott zieht durch den Heiligen Geist in das Leben der Gläubigen ein.

Gott will in allen, die gläubig sind, wohnen und durch den Heiligen Geist lebendig im Leben da sein. Das unterscheidet unseren christlichen Glauben von allen anderen Religionen. Auch in uns, wenn wir gläubig sind, wohnt Gott durch seinen Heiligen Geist. Aber wir geben ihm oft nur wenig Raum in unserem Leben. Wir spüren ihn auf folgende Weise:

Er erinnert uns an die Worte Jesu: Joh 14,26

Er deckt Sünde in unserem Leben auf: Joh 16,8

Er tröstet uns: Joh 16, 7

Er macht uns gewiss, dass wir durch Jesus im Gericht gerettet sind: Röm 8,16+17

Er vertritt uns bei Gott, auch dann, wenn wir nicht wissen, was wir beten sollen: Röm 8,26

Wir dürfen damit rechnen, dass der Heilige Geist sich auch in unserem Leben so erweist und können gespannt darauf achten.

  1. Gott bewegt seine Leute zum mutigen Bekenntnis zu Jesus.

Aus Furcht davor, dass die Jesus-Leute, wie Jesus auch, mundtot gemacht werden, hatten sie sich versteckt. Aber durch Gottes Kraft und seine Heiligen Geist gingen sie in die Stadt und erzählten überall von Jesus. Das hat die Menschen in Jerusalem in Erstaunen versetzt. Auch die Sprachen gehörten zu dem Wunder Gottes, damit wirklich alle Menschen von Jesus hören konnten.

So ist es bis heute: Gott will, dass auch wir Christen heute, mutig von Jesus erzählen, was uns von ihm deutlich geworden ist – durch die Bibel oder in Erlebnissen, wie auch „kleinen“ Gebetserhörungen. Das ist Mission. Sie kostet auch uns Mut, so, wie den Christen damals.

  1. Auf Gottes Worte ist Verlass!

Das sehen wir an der Gabe des Heiligen Geistes. Vgl. Prophet Joel, Apg 2,16-20

Auch das Gericht Gottes wird stattfinden. Doch davor ist die Zeit des Heiligen Geistes – also auch unsere Zeit heute. In dieser Zeit bietet Gott uns seine Gnade an durch Jesus Christus. ER hat am Kreuz die Wiedergutmachung für unsere Sünde geleistet. Sie gilt. Auch für uns!

  1. Ohne die Umkehr Jesus bleiben alle Menschen in der Sünde gefangen (vgl. V. 21)

Petrus macht das in der weiteren Predigt deutlich. Das gilt auch für uns. Deshalb ist Jesus für uns und alle Menschen so wichtig. Er ist die Hauptperson in der Gemeinde!

 

Herzliche Grüße und Gott befohlen,          

Ihr/Euer Pfarrer Martin Gräßer