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Monatsspruch Oktober -  am Ende einmal das Lob

 

Groß und wunderbar sind deine Taten, Herr und Gott, du Herrscher über die ganze Schöpfung. Gerecht und zuverlässig sind deine Wege, du König der Völker.“ (Offenbarung 15,3)

 

Manchmal braucht man etwas, was einem Hoffnung macht. Man sehnt sich nach einer guten Nachricht, die einen die schweren und schlechten Nachrichten ertragen lässt. Sie geben einem die Ahnung, dass doch nicht alles schlimm ist und dass das zu einem guten Ende kommen wird, was heute noch bedrückend ist und Angst macht.

Der Monatsspruch aus der Offenbarung des Johannes hat einmal nicht die schrecklichen Ankündigungen und Strafgerichte Gottes über die Welt im Blick, sondern sieht auf die Erlösten, die Gott vertrauen und das Schlimme einmal hinter sich haben werden. Nachdem die sieben Siegel geöffnet sind und alle Plagen, darunter Eroberungskriege, Friedlosigkeit und Terror, Verteuerung, Epidemien über die Menschen dahingezogen sind, nachdem die sieben Posaunen ertönt sind, die unter anderem die Zerstörung von Umwelt und Klima ankündigen, tritt im Himmel eine Pause ein. Immer wieder wendet sich in solchen Pausen der Blick weg von den Strafgerichten Gottes hin zu dem, was nun eigentlich „oben“ in Gottes Wirklichkeit geschieht.

Denn das Ende soll nicht die Katastrohe sein, der Zusammenbruch und die Zerstörung aller Wirklichkeit. Das Ende soll die Gemeinschaft mit Gott sein für die Erlösten.

Gewissermaßen wie von oben stehen die und schauen von da auf das Himmelsgewölbe herab - ein Meer wie aus Glas, in dem sich die untergehende Sonne oder auch die Feuersbrünste des Zorns rotglühend spiegeln. Die da stehen, singen das Lied des Mose. Das ist das Lied derer, die Gott glücklich errettet hat vor der Militärmacht Ägyptens. Nun sind sie frei und loben Gott für das Wunder, das sie erlebt haben.

Gott loben, das ist etwas völlig anderes als das bestellte und angeordnete Lob eine Staatsmannes. Gott loben ist das begeisterte Loben für erfahren Rettung. Groß und wunderbar. Eigentlich unfassbar, was wir mit Gott erlebt haben, dass er uns aus dieser Todesnot herausgerissen hat. Und auch unsere Schöpfung wird einmal nicht mehr die missbrauchte Schöpfung sein, die bis zu Erschöpfung ausgebeutet wird, sondern sie wird mit einstimmen in das Lob auf ihre wortlose, aber nicht weniger redende Weise.

Und am Ende wird es offenbar werden, dass kein willkürlicher Weltenherr die Geschicke lenkt und kein größenwahnsinniger Staatsmann am Hebel und Auslöseknopf sitzt. Sondern Gott wird sich durchsetzen und heilen. Wenn Sie die Offenbarung weiter lesen, dann erfahren Sie sicherlich noch von manchen schrecklichen Dingen. Aber ehrlich: So weit weg von dem was uns die Bilder der Nachrichten bringen ist das oft nicht! Doch was uns die Nachrichten nicht sagen können, ist die Botschaft der Offenbarung: dass Gott und Christus die Herrschaft der Gerechtigkeit antreten werden. Und diese Botschaft hören und lesen wir auch, zum Beispiel von Gott, der tröstet und die Tränen trocknet. (Off. 21,4)

Was soll noch alles kommen?“ fragen wir vielleicht. Und die Sorgen sind wirklich groß. Und auf den Regierenden in allen Ländern liegt eine große Last und Verantwortung. Angst ist dabei eine schlechte Beraterin. Der Monatsspruch macht uns dagegen eine Perspektive auf, dass es einst zu diesem Gotteslob kommen wird und dass wir es erleben dürfen, wenn wir auf Gott vertrauen. „Die Herren der Welt gehen, unser Herr kommt:“ hat es Gustav Heinemann treffend gesagt.

Wir sehen wohl gerade wenig Anzeichen dafür in unserer Wirklichkeit. Aber wir glauben an jenes „von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten“. Und das ist ein anderer Ort, ein anderer Äon. Unsere Gegenwart ist nur ein Ausschnitt aus dem Ganzen.

Und wenn das Ganze offenbar wird, sind wir eingeladen einzustimmen in das Gotteslob aus der Offenbarung. Wir können Gott preisen als den „König der Völker.“ Und wenn wir heute davon schon singen, dann feiern wir unsere Hoffnung.

 

Herzlich grüßt Sie

Dieter Bankmann